BESSER LEBEN Ratgeberbroschüre

Hausnotruf & Co

Selbstbestimmt und sicher in den eigenen 4 Wänden

Selbstständig im vertrauten Umfeld leben, in den eigenen vier Wänden – das möchten die meisten Senioren. Doch gerade allein lebende oder gesundheitlich beeinträchtige Senioren bzw. deren Angehörige treibt oft die Sorge: Was ist, wenn einmal etwas passiert und keiner bemerkt es?

Immer öfter ist in den Medien zu lesen: „Gestürzter Rentnerin erst nach zwei Tagen von der Nachbarin gefunden.“ In den kommenden Jahren wird sich die Zahl der Achtzigjährigen gegenüber heute fast verdreifachen. Über neun Millionen werden es dann sein.

Da immer mehr Menschen im Alter allein leben (2030 wird der Anteil der 1- oder 2-Personenhaushalte 81% betragen), wird die Hilfe von Angehörigen oder Nachbarn immer wichtiger – und entsprechende Vorkehrungen für den Notfall. Mit einfachen Lösung lässt sich das Risiko, im Notfall ohne Hilfe dazustehen, für älteren, chronisch kranken oder behinderten Menschen deutlich minimieren.

Das derzeit bekannteste Angebot dazu ist der sogenannte „Hausnotruf“. Hauptmerkmal der Dienstleistung ist der einfache und schnelle Hilferuf auf Knopfdruck mittels eines technischen Systems, der den Notrufenden mit einer Servicezentrale verbindet. Die Notrufzentrale ist rund um die Uhr erreichbar und leitet im Notfall alle weiteren erforderlichen Maßnahmen ein. Für den Hausnotruf werden sowohl stationäre als auch mobile Systeme auf Mobilfunkbasis mit GPS-Ortung eingesetzt.

Die Dienstleistung „Hausnotruf“ wird von Wohlfahrtsverbänden oder privaten Firmen angeboten. Bundesweite agieren die gemeinnützigen Vereine Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser, Johanniter, Arbeiter-Samariterbund (ASB) und die gemeinnützige Gesellschaft Sonotel. Private Notrufdienste wie z. B. Vitakt-Hausnotruf, ASD Hausnotruf GmbH, sicrona-Notrufsysteme, D.S.P. & Hausnotruf, TeleCare 24, WertVision GmbH, oder Engelschutz e.V. kommen hinzu, außerdem auch einige Anbieter, welche nur in bestimmten Regionen tätig sind.

Bei Personen mit Pflegestufe werden die Grundkosten für den Hausnotruf von der Pflegekasse getragen. Die Dienstleistung an sich steht jedoch grundsätzlich jedem offen – zu moderaten monatlichen Kosten.

Weitere Inhaltsübersicht:

  • Checkliste: Brauche ich einen Hausnotruf?
  • Grund- und Zusatzleistungen von Hausnotrufsystemen
  • Kosten: Anbieter im Verleich
  • Alternativen für die persönliche Sicherheit

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