Schlagwortarchiv für: Finanzen

Recht & Alltagstipps im August

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Mikrowelle reinigen ohne Schrubben

Keine Lust auf Schrubben? – So wird Ihre Mikrowelle in wenigen Minuten blitzsauber: Füllen Sie eine mikrowellenfeste Schale oder einen tiefen Teller mit Wasser und geben Sie ca. 2 Esslöffel Essigessenz oder den Saft einer halben Zitrone hinzu. Die ausgepresste Zitrone kann ebenfalls mit in die Schale gelegt werden. Stellen Sie das Gefäß in die Mikrowelle und lassen Sie das Gerät für 5 bis 10 Minuten auf höchster Stufe laufen. Der entstehende Wasserdampf verteilt sich und weicht Schmutz sowie Fett im Innenraum auf.

Öffnen Sie die Mikrowelle nach dem Erhitzen nicht sofort, sondern lassen Sie den Dampf etwa 5 Minuten einwirken. Nehmen Sie anschließend die Schale vorsichtig heraus (Verbrennungsgefahr!) und wischen Sie den gelösten Schmutz mit einem feuchten Mikrofasertuch oder Schwamm einfach aus. Zum Schluss den Innenraum mit einem trockenen Tuch nachreiben.

Osteoporose-Medikament schützt auch vor Demenz

Gute Nachrichten für Menschen mit Osteoporose: Eine aktuelle Studie der Universität Hong Kong mit über 120.000 Teilnehmern zeigt, dass stickstoffhaltige Bisphosphonate nicht nur gegen Knochenschwund wirken, sondern auch das Demenzrisiko senken. Wer diese Medikamente einnimmt, hat ein um 16 Prozent geringeres Demenzrisiko als unbehandelte Personen – im Vergleich zu anderen Osteoporose-Medikamenten liegt der Vorteil sogar bei 24 Prozent.

Besonders Frauen und Menschen mit Hüftfrakturen profitieren von diesem Schutzeffekt. Die Forscher erklären den Zusammenhang damit, dass Osteoporose und Demenz bei älteren Menschen häufig gemeinsam auftreten und die Medikamente Stoffwechselwege beeinflussen, die auch bei Demenz eine Rolle spielen. Gleichzeitig senken Bisphosphonate das Risiko für Wirbelbrüche um etwa 50 Prozent und für Oberschenkelhalsbrüche um fast die Hälfte. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine Behandlung für Sie geeignet ist.

Steigende Wohnkosten – Wohngeld beantragen

Mieten, Heizkosten und Nebenkosten steigen weiter – für viele Rentner wird das Wohnen daher zur finanziellen Belastung. Wer eine kleine Rente bezieht, hat oft Anspruch auf Wohngeld, nutzt diese staatliche Unterstützung aber nicht. Rund die Hälfte aller berechtigten Seniorenhaushalte stellen keinen Antrag.

Wer hat Anspruch? Wohngeld können Rentner beantragen, wenn ihre Rente grundsätzlich zum Leben reicht, aber nicht ausreicht, um die Wohnkosten vollständig zu decken. Es spielt keine Rolle, ob Sie zur Miete wohnen oder Eigentümer sind. Die Höhe hängt von drei Faktoren ab: Ihrem Einkommen, der Haushaltsgröße und dem Wohnort (Mietstufe).

Beispiel: Für alleinstehende Rentner liegt die Einkommensgrenze je nach Wohnort zwischen 1.959 Euro (Mietstufe 1, z.B. Görlitz) und 2.202 Euro netto monatlich (Mietstufe 7, z.B. München). Bei Rentnerpaaren beträgt die Obergrenze zwischen 2.648 Euro und 2.963 Euro. Vermögen bis 60.000 Euro (Alleinstehende) bzw. 90.000 Euro (Paare) sowie selbstgenutztes Wohneigentum bleiben unberücksichtigt.

Wie viel Wohngeld gibt es? Die durchschnittliche Wohngeldzahlung liegt bei etwa 220 Euro monatlich. Ein alleinstehender Rentner in Berlin (Mietstufe 4) mit 600 Euro Miete erhält bei 1.100 Euro Nettorente 241 Euro Wohngeld. Die Berechnung erfolgt individuell – Pauschalen gibt es nicht.

Stellen Sie den Antrag bei der Wohngeldstelle Ihrer Gemeinde oder Stadt. Sie benötigen folgende Dokumente: aktuellen Rentenbescheid als Einkommensnachweis, Mietvertrag oder Kontoauszüge als Nachweis der Wohnkosten, bei Eigentum: Kreditunterlagen, Wohnflächenberechnung, Die Bearbeitung kann einige Wochen dauern. Das Wohngeld wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt, danach müssen Sie einen neuen Antrag stellen.

Mähroboter nur tagsüber nutzen

Mähroboter sind praktisch – können aber für Igel gefährlich sein. Die Tiere rollen sich bei Gefahr zusammen und können dann von den Messern verletzt werden. Naturschutzverbände empfehlen daher, die Roboter nur tagsüber zu nutzen, nicht in der Dämmerung oder nachts, wenn Igel aktiv sind. In einigen Städten gibt es bereits Nachtfahrverbote für Mähroboter, ein bundesweites Gesetzt fehlt jedoch noch.

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Recht & Alltagstipps im Juli

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Nachlass gut dokumentieren

Mindesten 4,2 Milliarden Euro liegen auf deutschen Bankkonten, auf die jahrelang niemand mehr zugegriffen hat – vermutlich aus Nachlässen, von denen die Erben nichts wissen. Nach 30 Jahren fällt das Geld an die Banken. Wer sein Vermögen lieber seinen Erben hinterlassen möchte, sollte seine Geldanlagen genau dokumentieren. Dazu gehören alle Konten, Versicherungen, Depots, Immobilien und Schließfächer. Auch Schulden auflisten!

Diese Übersicht gehört nicht ins Testament, sondern in einen separaten, verschlossenen Ordner. Zusätzlich kann diese Liste als digitales Dokument aufbewahrt und eine Vertrauensperson über alle Ablageorte informiert werden.

Viele Vergünstigungen im Ruhestand

Wenn der Ruhestand beginnt, haben Senioren oft mehr Zeit. Umso besser, wenn es auch Vergünstigungen für verschiedenste Aktivitäten gibt:

Viele Verkehrsverbünde bieten Senioren-Monats- oder Jahrestickets deutlich preiswerter an; oft reicht der Rentenausweis als Nachweis. Auch bei der Deutschen Bahn gibt es spezielle Senioren-Tickets und vergünstigte BahnCards ab etwa 60 bzw. 65 Jahren.

Theater, Oper, Kino, Museen und Ausstellungen gewähren häufig ermäßigte Eintrittspreise für Rentner, teils mit Nachlass von bis zu rund 50 Prozent. Auch Volkshochschulen, Universitäten (Seniorenstudium) und Stadtbibliotheken bieten reduzierte Kursgebühren oder Jahresbeiträge für ältere Menschen an. Viele Zoos, Schwimmbäder, Freizeitparks und Sportvereine haben spezielle Seniorentarife oder reduzierte Mitgliedsbeiträge.

Reiseveranstalter bieten Seniorenreisen mit oft günstigeren Preisen in der Nebensaison sowie Angeboten wie Abholung von zu Hause oder betreute Gruppenreisen. Zusätzlich gewähren manche Hotels und Reiseziele Seniorenrabatte oder besondere Pauschalen, wenn ein bestimmtes Alter erreicht ist.

Rabatte sind freiwillige Angebote der Anbieter, es gibt keinen gesetzlichen Anspruch – deshalb lohnt es sich, überall aktiv nach Seniorentarifen zu fragen.

Vorsicht: Anzahlungsbetrug

Volkswagen warnt derzeit vor täuschend echt gestalteten Fake‑Websites und Angebotskatalogen, über die angebliche gebrauchte VW‑Modelle zu auffällig niedrigen Preisen angeboten werden. Tatsächlich existieren die Fahrzeuge nicht; Ziel der Täter ist es, Käufer zu Anzahlungen zu verleiten. VW weist darauf hin, dass der Fahrzeugverkauf an Endkunden ausschließlich über zertifizierte Händler erfolgt. Zahlen Sie niemals an, ohne den Händler eindeutig geprüft zu haben, achten Sie auf korrekte VW‑Internetadressen und senden Sie auch keine Ausweispapiere oder ähnliches. Bei Verdacht auf Betrug oder bereits geleisteter Zahlung sofort Anzeige bei der Polizei erstatten und alle Unterlagen (E‑Mails, Screenshots, Verträge, Zahlungsbelege) sichern.

Mehr Rente ab Juli 2026

Zum 1. Juli 2026 steigen die gesetzlichen Renten in Deutschland um 4,24 Prozent. Das bedeutet zum Beispiel: Wer derzeit 1.000 Euro Bruttorente erhält, bekommt künftig rund 42 Euro mehr pro Monat. Die Erhöhung gilt für alle gesetzlichen Rentenarten und hebt den Wert eines Rentenpunktes von derzeit 40,79 Euro auf 42,52 Euro an.

Wichtig: Es handelt sich um Bruttowerte – Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls Steuern werden weiterhin abgezogen. Jede Rentenerhöhung ist voll steuerpflichtig, der einmal festgelegte steuerfreie Rentenanteil (Rentenfreibetrag) ändert sich dadurch nicht; dadurch kann es passieren, dass erstmals eine Steuererklärung fällig wird oder sich die Steuerlast leicht erhöht.

Wer unsicher ist, ob er durch die Erhöhung steuerpflichtig wird, sollte eine einfache Überschlagsrechnung mit dem Grundfreibetrag (2026: 12.348 Euro) machen oder sich bei Lohnsteuerhilfeverein, Steuerberater oder der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

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Recht & Alltagstipps im Juni

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Neue FSME-Risikogebiete

Neben Borrelien können Zecken auch Vieren übertragen, die eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen. Am größten ist die Infektionsgefahr in Süddeutschland. Nun wurden aktuell zwei weitere Risikogebiete für FSME ausgewiesen: Stadtkreis Halle an der Saale und Landkreis Nordsachsen. Eine aktuelle Karte und Übersicht aller Risikogebiete stellt das Robert Koch-Institut (RKI) bereit: https://www.rki.de/fsme-risikogebiete

FSME wird durch infizierte Zecken übertragen und kann zu Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten führen. Erste Symptome sind häufig grippeähnlich (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen), in schweren Fällen kann es zu neurologischen Komplikationen kommen. Da es keine ursächliche Therapie gibt, kommt der Vorbeugung eine besondere Bedeutung zu.

Wer sich in Risikogebieten aufhält – insbesondere in Wäldern, Wiesen oder Gärten – sollte auf geeigneten Zeckenschutz achten (lange Kleidung, Repellents, Absuchen des Körpers nach Aufenthalten im Freien). Zudem empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Personen in Risikogebieten eine Impfung gegen FSME.

Trinkmahlzeiten nicht dauerhaft nutzen

Trinkmahlzeiten sind flüssige, nährstoffstandardisierte Produkte, die eine komplette Mahlzeit ersetzen sollen. Sie enthalten typischerweise Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Mineralstoffe und können in einzelnen Situationen durchaus sinnvoll sein – etwa wenn es schnell gehen muss, unterwegs keine ausgewogene Mahlzeit verfügbar ist oder der Nährstoff- und Kalorienbedarf gezielt gesteuert werden soll.

Als dauerhafter Ersatz für normale Mahlzeiten sind sie jedoch nicht zu empfehlen. Flüssige Mahlzeiten sättigen häufig schlechter, ersetzen nicht die Vielfalt einer ausgewogenen Ernährung und können das natürliche Essverhalten auf Dauer nicht vollständig abbilden. Zudem enthalten Sie zu viel Fett und Zucker, wie die Verbraucherzentrale in einem Test jetzt herausgefunden hat.

Rauchmelder und Versicherungsschutz

In ca. jedem dritten Haushalt sind bis heute keine Rauchmelder installiert worden, wie eine Studie der AXA Versicherung zeigt. Dabei sind sie inzwischen in allen Bundesländern vorgeschrieben. Fehlende oder defekte Rauchmelder können den Versicherungsschutz im Brandfall beeinträchtigen. Zwar zahlt die Wohngebäude- oder Hausratversicherung nicht automatisch gar nicht, wenn keine Rauchmelder vorhanden sind. Verbraucherschützer und Versicherungsratgeber weisen aber darauf hin, dass Versicherte im Schadenfall auf einem Teil der Kosten sitzenbleiben können, wenn vorgeschriebene Melder fehlen. In neueren Policen kann das Vorhandensein von Rauchmeldern sogar vorgeschrieben sein und ihr Fehlen den Versicherungsschutz kosten.

Ruheversicherung: Falls das Auto längere Zeit stillsteht

Sie möchten Ihren Führerschein abgeben, das Auto aber z. B. an Ihren Neffen übergeben, der momentan jedoch noch nicht volljährig ist? Dann können Sie die sog. Ruheversicherung nutzen. Die Ruheversicherung ist eine automatische, beitragsfreie Absicherung für ein Auto, wenn es vorübergehend stillgelegt wird. Sie besteht in der Regel beitragsfrei weiter, meist bis zur Wiederzulassung, höchstens jedoch für 18 Monate. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug in dieser Zeit nicht im öffentlichen Straßenverkehr genutzt oder abgestellt wird, sondern etwa in einer Garage oder auf einem umfriedeten Privatgrundstück steht. Der Teilkaskoschutz bleibt so meist erhalten, damit sind Schäden z. B. durch Diebstahl, Sturm oder Hagel während der Stilllegung abgedeckt – bis es den nächsten Eigentümer erfreuen kann.

 

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Recht & Alltagstipps im Mai

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Löwenzahn – vielseitiges Kraut

Löwenzahn ist mit seinen gelben Blüten leicht zu erkennen und wächst jetzt im Mai auf jeder Wiese. Das traditionelle Wildgemüse ist in der Forschung vor allem wegen seiner Bitterstoffe, Polyphenole und Triterpene interessant. In Labor- und Tierversuchen zeigten sich entzündungshemmende, antioxidative und leberschützende Effekte.

In der Küche kann man Löwenzahn auf vielfältige Weise nutzen: Blätter können Sie jung als Salat essen, wie Spinat dünsten, in Smoothies oder Kräuterquark geben oder zu Pesto mixen. Junge Pflanzenteile schmecken dabei meist milder, ältere oft deutlich bitterer.

Die Blüten eignen sich für Sirup oder „Löwenzahnhonig“, als Tee und für Gelee oder als essbare Deko. Die Knospen können in Essig oder Salzlake eingelegt werden ähnlich wie Kapern. Die Wurzeln ergeben einen gesunden Tee oder können geröstet und gemahlen als eine Art Kaffeeersatz verwendet werden.

Neue Frist bei der Verhinderungspflege

Ab 2026 gilt für Verhinderungspflege eine kürzere Antrags- bzw. Erstattungsfrist. Seit diesem Jahr muss die Kostenerstattung für Verhinderungspflege spätestens bis zum Ende des Folgejahres bei der Pflegekasse beantragt werden. Beispiel: Wird die Ersatzpflege im November 2026 genutzt, muss der Antrag mit den Nachweisen bis 31. Dezember 2027 eingehen. Früher wurde Verhinderungspflege oft deutlich länger rückwirkend geltend gemacht.

Die Verhinderungspfleg greift, wenn die private Pflegeperson vorübergehend ausfällt, zum Beispiel wegen Urlaub, Krankheit oder anderer Termine. Dann kann eine Ersatzpflege organisiert und über die Pflegekasse abgerechnet werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Seit 1. Juli 2025 gilt ein gemeinsamer Jahresbetrag für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege von bis zu 3.539 Euro, den man flexibler einsetzen kann.

Neuer Mitarbeiter: Assistenzroboter

Die TU München hat mit Garmi einen neuen Assistenzroboter entwickelt, der Pflegepersonal entlasten soll. Er kann etwas heben bzw. aufheben, versteht Sprache, entwickelt Pläne, bringt Wasser und kann sogar zwinkern. Geplant ist der Einsatz u. a. in Pflegeeinrichtungen.

Bisher werden Assistenzroboter in der Pflege eher punktuell eingesetzt, denn es gibt Hürden bei Kosten, Integration in Arbeitsabläufe, Technikreife, Akzeptanz, Datenschutz und Haftungsfragen. Zugleich zeigen Umfragen, dass die Bevölkerung bestimmte Einsatzarten durchaus befürwortet – besonders dann, wenn Roboter eher unterstützend als intim-pflegerisch eingesetzt werden, etwa als Erinnerungshilfe für Medikamente oder bei Trainingsaufgaben.

Gesundheitsrisiko Umweltfaktoren

Nächtlicher Lärm und künstliches Licht können den Schlaf stärker beeinträchtigen, als vielen bewusst ist. Selbst wenn man nicht vollständig aufwacht, lösen Geräusche und Helligkeit Stressreaktionen im Körper aus, wodurch Herzfrequenz und Blutdruck ansteigen. Gleichzeitig hemmt Licht in der Nacht die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, was zu kürzerem und weniger erholsamem Schlaf führt. Auf Dauer erhöht diese Kombination das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere gesundheitliche Probleme. Das verdeutlichen neue Studien, die den Zusammenhang zwischen Herzerkrankungen und Umweltfaktoren untersuchten.

Leinenpflicht nicht unterschätzen

Wer gegen eine Anleinpflicht verstößt, haftet auch für Schäden, die daraus entstehen, dass Personen vor den Hunden zurückweichen oder in einer Panikreaktion zu Boden stürzen, urteilt das OLG Nürnberg (Az. 13 U 1961/24). Speziell ging es um die Frage eines Mitverschuldens der Klägerin, die nach Ansicht der Vorinstanz vor allem aufgrund der eigenen Überreaktion gestützt war und deshalb 80 Prozent das Schadens selbst tragen sollte. Das OLG sah das anders: Weil der Hundehalter die im Park geltende Anleinpflicht ignorierte, muss er in vollem Schadensumfang haften.

 

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Recht & Alltagstipps im April

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Positive Effekte nach dem Fasten festigen

Zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag ist Fastenzeit, viele nutzen diese Zeit des Verzichts für einen Neustart, nämlich bewusst neue Gewohnheiten zu trainieren. Nach dieser Zeit der Selbstdisziplin fällt es oft leichter, auch im Alltag achtsamer zu leben.

Wer zum Beispiel während des Fastens weniger Süßes gegessen hat, kann sich vornehmen, Süßigkeiten nur noch am Wochenende zu essen. Auch feste Essenszeiten helfen, etwa Frühstück um 7 Uhr, Mittagessen um 12 Uhr und abends nur eine leichte Mahlzeit. Viele merken außerdem, dass ihnen Bewegung guttut – zum Beispiel jeden Abend einen 20-minütigen Spaziergang statt noch eine Stunde am Handy zu sitzen. Sinnvoll ist auch, weiterhin alkoholfreie Tage pro Woche einzuplanen. Solche kleinen, konkreten Schritte sorgen dafür, dass die positiven Erfahrungen aus der Fastenzeit dauerhaft im Alltag bleiben.

Gemeine Nachtkerze Heilpflanze des Jahres

Die gemeine Nachkerze, auch bekannt als Sommerstern, Abendblume, Gelbe Rapunzel oder Schinkenkraut, ist Heilpflanze des Jahres 2026. Die anspruchslose Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist in vielen Gärten zu finden. Industriell werden ihre Samen für Öle und Cremes eingesetzt. Aber auch für die heimische Küche hat die Pflanze einiges zu bieten.

Ihre Blüten sind essbar, schmecken leicht süßlich und eignen sich gut als Dekoration für Desserts oder als farbige Ergänzung in Salaten. Auch die jungen Blätter können verwendet werden: Sie schmecken mild und lassen sich entweder klein geschnitten roh im Salat essen oder ähnlich wie Spinat kochen. Die Wurzel der zweijährigen Pflanze im ersten Jahr wurde früher als Gemüse genutzt; gekocht hat sie einen leicht süßlichen Geschmack, der etwas an Schwarzwurzel erinnert. Auch die Samen sind wertvoll, denn sie enthalten viel Öl und können getrocknet zum Beispiel über Müsli oder Brot gestreut werden.

Riester-Sparverträge prüfen

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Versicherer bei Riester-Rentenverträgen den sogenannten Rentenfaktor nicht einseitig senken dürfen (Az: IW ZR 34/25). Der Rentenfaktor bestimmt, wie hoch die spätere monatliche Rente aus dem angesparten Kapital ausfällt. Einige Anbieter hatten diesen Wert nachträglich reduziert, wodurch sich die spätere Rente deutlich verringerte. Laut Urteil sind solche Klauseln unwirksam.

Inhaber eines Riester-Sparvertrags sollten nun prüfen, ob ihr Rentenfaktor nach Vertragsabschluss verändert wurde. Hinweise darauf finden sich oft in Schreiben des Versicherers oder in Vertragsmitteilungen zur „Anpassung des Rentenfaktors“. Betroffene können ihren Anbieter um Klärung bitten oder den Vertrag bei einer Verbraucherzentrale überprüfen lassen. Wichtig ist, keine vorschnellen Vertragsänderungen zu unterschreiben.

Bluthochdruck geht an die Nieren

Bluthochdruck gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Nierenerkrankungen. Ein dauerhaft erhöhter Druck in den Blutgefäßen kann die feinen Filterstrukturen der Nieren schädigen, sodass sie ihre Aufgabe – das Reinigen des Blutes – schlechter erfüllen. Deshalb ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren und bei erhöhten Werten frühzeitig gegenzusteuern.

Hilfreich sind vor allem einfache Veränderungen im Alltag: weniger Salz in der Ernährung, ausreichend Bewegung und ein gesundes Körpergewicht. Auch regelmäßiges Trinken, möglichst wenig Alkohol und der Verzicht auf Rauchen unterstützen die Nieren. Wer bereits Bluthochdruck hat, sollte außerdem die verordneten Medikamente konsequent einnehmen und ärztliche Kontrollen wahrnehmen. Und den Hausarzt auf einen Nierencheck ansprechen.

Hilfreich sind vor allem einfache Veränderungen im Alltag: weniger Salz in der Ernährung, ausreichend Bewegung und ein gesundes Körpergewicht. Auch regelmäßiges Trinken, möglichst wenig Alkohol und der Verzicht auf Rauchen unterstützen die Nieren. Wer bereits Bluthochdruck hat, sollte außerdem die verordneten Medikamente konsequent einnehmen und ärztliche Kontrollen wahrnehmen. Und den Hausarzt auf einen Nierencheck ansprechen.

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Recht & Alltagstipps im März

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Rosmarin in Cremes – Hilfe bei kleinen Wunden

Rosmarin enthält entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkstoffe wie Rosmarinsäure. In Cremes kann er die Hautdurchblutung fördern und die Regeneration bei kleinen, sauberen Hautverletzungen unterstützen. Labortests bestätigen, dass die Carnosinsäure des Krauts Wundheilung beschleunigen kann. Für tiefe oder infizierte Wunden ist Rosmarin jedoch nicht geeignet. Wichtig: Nur niedrig dosierte, geprüfte Produkte verwenden, da Rosmarinöl die Haut reizen kann.

Diabetes: Fußverletzungen vorbeugen

Menschen mit Diabetes haben durch Nerven- und Durchblutungsstörungen ein erhöhtes Risiko für Fußverletzungen, die oft unbemerkt entstehen. Wichtig ist daher die tägliche Kontrolle der Füße auf Rötungen, Blasen oder kleine Wunden. Eine schonende Pflege mit gründlichem Abtrocknen und rückfettender Creme hält die Haut widerstandsfähig. Gut sitzende, bequeme Schuhe verhindern Druckstellen, neue Schuhe sollten langsam eingelaufen werden. Nägel werden gerade geschnitten, um Verletzungen zu vermeiden. Treten trotz aller Vorsicht Veränderungen oder kleine Wunden auf, sollten sie frühzeitig ärztlich abgeklärt werden, um Komplikationen zu verhindern.

13,90 Euro Mindestlohn seit Januar 2026

Dieser Wert gilt auch für Mini-Jobber und Rentner, die einem Minijob nachgehen. Wichtig: Gleichzeitig steigt die maximale Hinzuverdienstgrenze für Mini-Jobber auf 630 Euro im Monat. Bis zu diesem Betrag darf ohne Steuern und Sozialabgaben verdient werden. Daraus folgt: Maximal erlaubt sind 45 Stunden im Monat. Wer bisher mehr Stunden gearbeitet hat, sollte mit dem Arbeitgeber über einen Stundenreduzierung sprechen, damit er unter der maximalen Verdienstgrenze bleibt.

Wie viel Kaffee ist gesund?

Für gesunde Erwachsene gelten bis zu 400 mg Koffein pro Tag als unbedenklich – das entspricht etwa 3–4 Tassen Filterkaffee. In moderaten Mengen kann Kaffee die Aufmerksamkeit steigern – mal ganz davon abgesehen, dass er gut schmeckt.

Vorsicht ist geboten bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzrhythmusstörungen, starkem Bluthochdruck oder ausgeprägter Nervosität: Hier kann schon weniger Koffein Beschwerden wie Herzklopfen oder Blutdruckanstieg auslösen. Auch Medikamente können mit Koffein wechselwirken, etwa bestimmte Antibiotika (z. B. Ciprofloxacin), Psychopharmaka oder Asthma-Medikamente – dann baut der Körper Koffein langsamer ab.

Richtige Haltung am Rollator

Eine gute Haltung am Rollator entlastet Rücken und Gelenke und erhöht die Sicherheit. Die Griffhöhe sollte so eingestellt sein, dass die Ellbogen leicht gebeugt sind, wenn man aufrecht steht. Beim Gehen bleibt der Oberkörper möglichst aufrecht, der Blick nach vorn gerichtet, nicht auf die Füße. Der Rollator wird nah am Körper geführt und nicht weit vorausgeschoben. Ein Tipp: Die Knie bzw. Beine so führen, dass sie beim Gehen fast die Sitzfläche des Rollators berühren, damit richtet sich der Körper automatisch auf und man vermeidet eine nach vorn gebeugte Haltung. Die Schritte sollten ruhig und gleichmäßig sein, mit vollständigem Abrollen des Fußes. Und außerdem wichtig: Bremsen vor dem Hinsetzen immer feststellen!

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Recht & Alltagstipps im Februar

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Safran bei Depression

Safran-Extrakt wird in verschiedenen Studien als sanfte Unterstützung bei leichten depressiven Verstimmungen diskutiert. Besonders standardisierte Präparate mit 30 bis 50 mg Safranextrakt täglich über mehrere Wochen zeigten in Untersuchungen eine Besserung der Stimmung im Vergleich zu Placebo und eine ähnliche Wirkung wie gängige Antidepressiva, bei meist guter Verträglichkeit. Wer Safran medizinisch einsetzen möchte, sollte Dosierung, Qualität des Präparats und mögliche Wechselwirkungen unbedingt mit Arzt oder Apotheker abklären.

Vielseitiges Nudelwasser

Nudelwasser nach dem Kochen weggießen? Das ist reine Verschwendung, weil darin Stärke und Salz gelöst sind. Diese Stärke wirkt wie ein natürliches Bindemittel und sorgt dafür, dass z.B. Saucen cremiger werden und besser an den Nudeln haften. Ein bis zwei Schöpflöffel Nudelwasser können außerdem Suppen, Pfannengerichten oder Pesto mehr Geschmack und eine feinere Konsistenz geben, ohne zusätzliche Sahne verwenden zu müssen. Auch in Brot- und Pizzateig kann Nudelwasser gegeben werden, damit wird der Teig elastischer. Oder: Weichen Sie Geschirr damit ein, denn Stärke löst Fett hervorragend.

Bluthochdruck? Vorsicht mit Nasenspray

Viele abschwellende Nasensprays enthalten gefäßverengende Wirkstoffe wie Xylometazolin, die nicht nur in der Nasenschleimhaut, sondern auch im ganzen Körper wirken und dadurch den Blutdruck ansteigen lassen können. Bei Menschen mit Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann das Herz dadurch zusätzlich belastet werden, was Herzrasen, Herzrhythmusstörungen oder eine gefährliche Blutdruckerhöhung auslösen kann. Deshalb empfehlen Beipackzettel und Fachinformationen, solche Sprays bei Hypertonie nur nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheke und nur kurzfristig zu verwenden.

Rabatte müssen klar erkennbar sein

In Supermärkten und anderen Geschäften gelten die Grundsätze Preisklarheit und Preiswahrheit: Preise müssen eindeutig zugeordnet, leicht erkennbar und gut lesbar sein, inklusive Endpreis und meist auch Grundpreis pro Kilogramm oder Liter. Seit der Reform der Preisangabenverordnung 2022 müssen Händler bei jeder beworbenen Preisermäßigung den niedrigsten Gesamtpreis angeben, den die Ware in den letzten 30 Tagen hatte, und diesen Referenzpreis für Kundinnen und Kunden unmissverständlich, klar erkennbar und gut lesbar ausweisen. Irreführende oder versteckte Rabattangaben sind unzulässig, Gerichte verlangen ausdrücklich, dass Hinweise auf Rabatte und 30-Tage-Bestpreise deutlich und transparent dargestellt werden, z. B. in einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs (Az.: I ZR 183/24).

Steuer: Bestattungsvorsorge keine außergewöhnliche Belastung

Kosten für eine Bestattungsvorsorge (also Verträge oder Treuhandlösungen für die eigene zukünftige Beerdigung) können nicht als außergewöhnliche Belastungen in der Einkommensteuererklärung abgesetzt werden, so das Finanzgericht Münster (Az.: 10 K 1483/24), weil sie als freiwillige, nicht „zwangsläufige“ Vorsorge gelten. Steuerlich begünstigt sind nur tatsächliche Beerdigungskosten nach einem Todesfall, die ein Angehöriger tragen muss und die nicht aus dem Nachlass oder durch Versicherungsleistungen gedeckt sind; diese können dann unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastungen anerkannt werden.

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Recht & Alltagstipps im Januar

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Änderungen im Januar 2026

Zum Januar 2026 treten in Deutschland wichtige Änderungen in Kraft. Was auch Senioren betrifft:

  • Renteneintritt: Für Menschen des Geburtsjahrgangs 1964 beginnt die abschlagsfreie Rente erst ab 65 Jahren. Der früheste Rentenbeginn ist mit 62 Jahren, aber mit Abschlägen möglich.
  • Hinzuverdienst: Bis zu 2.000 Euro im Monat können ab Januar 2026 steuerfrei zur Rente hinzuverdient werden.
  • Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn steigt auf 13,90 pro Stunde.
  • Entfernungspauschale: Die Entfernungspauschale wird für Pendler ab dem ersten
  • Bürgergeld: Es werden eine strengere Vermögensprüfung und eine verstärkte Überprüfung der Wohnkosten eingeführt.
  • Gastronomie: Der Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie wird dauerhaft
  • Gasspeicherumlage: Die Gasspeicherumlage entfällt ab Januar 2026, was zu niedrigeren Gas- und Strompreisen führen soll.
  • Stromsteuer: Die Senkung der Stromsteuer soll ab 2026 dauerhaft gelten.

Gesunder Snack: Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne können bei Bluthochdruck helfen, indem sie durch ihren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure und Magnesium die Blutgefäße entspannen und den Blutdruck senken. Ein Inhaltsstoff in Sonnenblumenkernen kann ein Enzym blockieren, das zur Verengung der Blutgefäße beiträgt, was ebenfalls zu einer Blutdrucksenkung führt. Die kleinen Kerne helfen auch, den Cholesterinspiegel zu senken und sollten ungesalzen verzehrt werden, idealerweise in Form von etwa 30 Gramm pro Tag.

Perfekter Schlummertrunk

Welcher Schlummertrunk ist am besten? Die einen schwören auf ein Glas Rotwein am Abend – der lässt einen zwar schnell einschlafen, macht aber nachts wieder unruhig. Schlafmediziner empfehlen Tee: Kamille, Melisse, Lavendel oder Passionsblume, das beruhigt das Nervensystem. Auch Baldrian oder Hopfen helfen. Zudem macht die Wärme des Heißgetränkes müde und entspannt die Muskulatur. Auch heiße Milch mit Honig hat einen ähnlichen Effekt. Wichtig ist es jedoch, sofort nach dem Trinken ins Bett zu gehen. Wer dies jeden Abend praktiziert, macht zudem ein Einschlafritual daraus, das selbst wie eine Medizin wirkt.

 

Einfriertipps – Platz im Gefrierschrank sparen

Um Platz in der Gefriertruhe zu sparen, können Sie diesen Tipp einmal ausprobieren: Lassen Sie das Gefriergut in einer viereckigen Gefrierform zunächst vorfrosten. Danach lösen Sie den „Klotz“ aus der Gefrierform, packen das Gefriergut in eine Gefrierbeutel und verschließen ihn gut. So sparen Sie Behälter und Platz im Gefrierschrank. Wenn Sie zum Vorgefrieren immer dieselbe Form nutzen, können Sie das Gefriergut anschließen über- und nebeneinander stapeln.

 

Tempo-Limit auf für E-Autos

An vielen Straßen zeigen Verkehrsschilder ein Tempo-Limit zur Luftreinhaltung an, z. B. 30 km/h. Damit sollen weniger Schadstoffe und Lärm entstehen. Diese Tempo-Limits gelten auch für E-Autos, auch wenn diese keine Abgase ausstoßen und deutlich leiser sind, entschied kürzlich das Verwaltungsgericht Düsseldorf (Az.: 3K 1482/22).

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Recht & Alltagstipps im Dezember

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Neuerung Führerschein Wohnmobile

Neue Regelung verabschiedet: Ab 2028 dürfen Inhaber eines Pkw-Führerscheins der Klasse B künftig Fahrzeuge bis zu 4,25 Tonnen Gesamtgewicht fahren – bislang lag die Grenze bei 3,5 Tonnen. Damit reagiert die EU auf das steigende Gewicht moderner Wohnmobile, die durch Batterien, Komfortausstattung oder Solartechnik oft schwerer sind. Die Regelung gilt vor allem für Führerscheine, die nach 1999 ausgestellt wurden. Ältere Dokumente bleiben unverändert. Wann und wie genau Deutschland die neue Vorschrift umsetzt, ist allerdings noch offen.

MRT mit Herzschrittmacher

Viele Menschen mit Herzschrittmacher werden noch immer vom MRT ausgeschlossen, obwohl die Untersuchung heute in den meisten Fällen sicher möglich ist. Neue Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zeigen, dass MRTs bei nahezu allen modernen Geräten – und oft sogar bei älteren Modellen – unter fachkundiger Aufsicht problemlos durchgeführt werden können. Wichtig ist, dass die Untersuchung in einem erfahrenen Zentrum mit spezieller Überwachung und Gerätekontrolle erfolgt. Betroffene sollten sich daher nicht vorschnell abweisen lassen, sondern gezielt eine Klinik mit Expertise für MRT-Untersuchungen bei Herzschrittmacher-Patienten aufsuchen.

Widerspruch gegen Rentenbescheid

Haben Sie Zweifel an Ihrem Rentenbescheid? Widerspruch einreichen kann sich lohnen: Durchschnittlich jeder vierte Widerspruch bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) wird sofort akzeptiert (2023) – d. h. der Bescheid wurde ohne Klage zugunsten der Versicherten geändert. Die konkrete Chance ist stark vom Einzelfall abhängig (z. B. ob Unterlagen fehlen, ob medizinische oder versicherungsrechtliche Fragestellungen eine Rolle spielen). Die DRV sieht einen konkreten „Fehleranteil“ (also z. B. tatsächlich falsche Bescheide) bei nur etwa 0,6 % aller Widerspruchsverfahren. Wer gegen seinen Bescheid vorgehen möchte, sollte die Unterlagen sorgfältig prüfen und ggf. Beratung durch Fachleute in Anspruch nehmen.

Rente und Steuern 2025

Im Juli 2025 wurden die Renten um 3,74 % angehoben. Da der steuerfreie Rentenanteil mit Rentenbeginn auf den Euro genau festgelegt wurde, ist jeder zusätzliche Euro voll steuerpflichtig. Das heißt: Mehr Rentner müssen für 2025 eine Steuererklärung machen. In der Regel müssen Rentner tatsächlich Steuern zahlen, wenn das Gesamteinkommen über dem Grundfreibetrag von 12.096 Euro liegt. Deshalb sollten auch Rentner alle Möglichkeiten nutzen, um ihr steuerpflichtiges Gesamteinkommen zu reduzieren, z. B. indem außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden.

Versicherung: Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung

Regelmäßig gehen zum Jahresende Abschlussrechnungen von Versicherungen ein – oft in Verbindung mit Beitragserhöhungen. Was viele nicht wissen: Versicherte können bei Beitragserhöhungen von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Steigt der Beitrag, ohne dass sich die Leistung verbessert, darf der Vertrag innerhalb eines Monats nach Erhalt der Mitteilung außerordentlich gekündigt werden. Die Kündigung muss in Textform – etwa per E-Mail oder Brief – mit Hinweis auf die Beitragserhöhung erfolgen. Sie wird zum Zeitpunkt wirksam, an dem die Erhöhung greift. Ausgenommen sind Erhöhungen, die auf gesetzliche Änderungen oder neue Leistungen zurückgehen. Da der Wettbewerb bei Versicherungen durch neue Anbieter (z. B. reine Online-Versicherungen) sehr hoch ist, kann mit eine Versicherungswechsel viel Geld gespart werden. Vergleichsseiten wie Verivox oder Check24 helfen bei der Suche.

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Recht & Alltagstipps im November

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Mietminderung wegen Zigarettenqualm

Zigarettenqualm gibt immer wieder Anlass für Ärger. Rauchen Nachbarn auf dem Balkon und zieht der Rauch in die darüberliegende bzw. benachbarte Wohnung / Balkon, rechtfertigt das eine Mietminderung. Gesundheitsschädliche Immissionen in Form von Zigarettenrauch (mehr als eine Schachtel pro Tag) sei ein Mietmangel (20%), entschied das Amtsgericht Bremen (Az: 17 C 332/22). Der Vermieter müsse zudem die Belästigung durch Zigarettenrauch „beseitigen“.

Küchentipp: Obst dörren

Heimisches Obst ist in diesem Jahr in Hülle und Fülle vorhanden. Warum sich darum nicht an eine althergebrachte Art der Verarbeitung zu erinnern: Dörren. Das geht leicht und ist lecker: Das Obst muss man zuerst gut waschen und trockenreiben. Danach in sehr dünne Scheiben schneiden und nebeneinander auf ein Backblech legen. Dann das Obst bei ca. 35 -55 Grad für mehrere Stunden trocknen – am besten mit leicht geöffneter Ofentür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Das trockene Obst anschließend in luftdichten Behältern lagern. Dörrobst bleibt ca. 6 bis 12 Monate haltbar. Für ca. 40 Euro gibt es auch Automaten, die das Dörren vereinfachen.

Strom statt Hanteln

EMS (Elektro-Muskel-Stimulation) ist ein gelenkschonendes Training, bei dem über eine Weste bzw. Elektroden schwache, niederfrequente Impulse viele Muskelgruppen gleichzeitig anspannen – meist begleitet von einfachen Übungen. Für über 60 kann Ganzkörper-EMS Kraft, Muskelmasse und Alltagsfunktionen unterstützen, besonders wenn klassisches Krafttraining schwerfällt. Voraussetzung sind ein ärztlicher Check und qualifizierte 1:1-Betreuung. Bei Herzschrittmacher, Fieber, akuten Entzündungen oder Epilepsie ist EMS tabu. Starten Sie langsam (8–10 Wochen 1×/Woche 12–20 Minuten bei moderater Anstrengung), lassen Sie zwischen intensiven Einheiten mindestens vier Tage Pause, trinken Sie ausreichend, brechen Sie bei Schwindel oder ungewöhnlich starkem Muskelkater ab – und kombinieren Sie EMS immer mit Gehen, Balance und leichtem Krafttraining.

Jodmangel wieder häufiger

Jeder 3. Erwachsene ist nicht ausreichend mit Jod versorgt, wie das Jodmonitoring des Robert Koch-Instituts zeigt. Unsere Schilddrüse benötigt dieses Spurenelement, um Hormone zu bilden. Der Körper kann es nicht selbst herstellen, daher müssen wir es über die Nahrung aufnehmen. Meeresfische wie z. B. Seelachs oder Scholle sind gute Jodlieferanten. Auch Sushi ist zu empfehlen, denn die gerollten Algenblätter enthalten viel Jod. Jod wird auch Tierfutter zugesetzt, daher ist auch in Milch oder Eiern Jod enthalten (in Bio-Produkten weniger). Und wer zu Jodsalz greift, kann seine Versorgung mit dem Spurenelement ebenfalls erhöhen. Aber Vorsicht, mehr als 6 Gramm Salz pro Tag sollte es nicht sein.

Zecken im Herbst und Winter?

Ja, in unseren Breiten sind Zecken aktiv, wenn es wärmer als 7 Grad ist. Also auch im Herbst und sogar im Winter. Deshalb ist Zeckenschutz auch jetzt noch sinnvoll und wichtig, denn die Parasiten können gefährliche Krankheiten wie Borreliose übertragen. Bei Wald- und Wiesenspaziergängen sollten Sie dicht schließende Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen tragen. Die darf gern auch hell sein, weil darauf Zecken besser und schneller erkennbar sind. Verwenden Sie Insektenschutzmittel (Repellentien), was die Blutsauger je nach Produkt zwischen 4 und 6 Stunden abwehrt. Nach jedem Spaziergang und Aufenthalt im Freien den Körper gründlich auf mögliche Zecken untersuchen. Wenn Sie mit Haustieren unterwegs sind, sollten Sie auch diese vorbeugend mit einem passenden Mittel behandeln. Es gibt spezielle Tabletten oder Spot-on-Tinkturen. Am besten lassen Sie sich dafür von Ihrer Tierarztpraxis beraten.

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