BESSER LEBEN Ratgeberbroschüre

Neuartige Prostatakrebs-Operation erfolgreich getestet

90.000 Männer in Deutschland erkranken derzeit jedes Jahr an Prostatakrebs. Da sich dieser Krebs sehr langsam entwickelt, steht bei jeder Diagnose die Frage: radikal gegen den Krebs vorgehen (mit allen möglichen Nebenwirkungen) oder nur aktiv abwarten. Dresdner Urologen operieren jetzt erstmals Prostatakrebs minimalinvasiv. Das neuartige Tookad-Verfahren mit Laserfasern bringt Hoffnung für viele Betroffene.

Mit 90.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung beim Mann und die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache. Die Wahrscheinlichkeit, auf Lebenszeit einmal an Prostatakrebs zu erkranken, liegt immerhin bei 12%. Die Prognose bei Prostatakrebs ist gut, die Sterblichkeit (Menge an Todesfällen bei Erkrankung) liegt bei ca. 3% und steigt bei zunehmendem Alter. In Deutschland können Männer ab 45 einmal jährlich eine Untersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs durchführen lassen. Das mittlere Erkrankungsalter für Prostatakrebs liegt bei 70 Jahren. Vor dem 50. Lebensjahr tritt das Prostatakarzinom kaum auf.

Die Prostata ist eine etwa kastaniengroße Drüse, die sich im Beckenboden des Mannes unterhalb der Harnblase befindet und deren Muskeln den Harnleiter umschließen. Sie gehört wie Hoden, Nebenhoden, Samenleiter und Samenblasen zu den inneren männlichen Geschlechtsorganen. Die Prostata sorgt mit ihrem Sekret bei der Ejakulation dafür, dass die Samenzellen überleben, beweglich bleiben und das darin enthaltene Erbgut DNA geschützt wird. Sie besteht aus Drüsen- und Bindegewebe sowie aus Muskelgewebe und unterstützt den Verschluss der Harnblase – ein wichtiger Fakt, wenn der Muskel nicht mehr sicher funktioniert und das Wasserlassen Schwierigkeiten macht.

Die Häufigkeit von Prostatakrebs nimmt seit fast drei Jahrzehnten stetig zu. Das ist überwiegend auf den Einsatz neuer Methoden zur Früherkennung (z.B. PSA-Bestimmung) zurückzuführen, durch die mehr Prostatakarzinome, vor allem im Frühstadium, entdeckt werden. Zur Ursache, warum Prostatakrebs entsteht, ist noch nicht viel bekannt. Faktoren wie das Lebensalter, damit verbunden der Hormonstatus, Ernährung und Lebenswandel sowie die genetische Veranlagung spielen alle gemeinsam eine Rolle.

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