Banken und Bausparkassen in der Pflicht – Ratgeber Nr. 11

Der Gesetzgeber stärkt die Rechte der Bankkunden: Kredit- und Kontogebühren, Provisionen und Zinsanpassungen sind oft widerrechtlich und müssen zurückgezahlt werden. Aber die Ansprüche verjähren und die Banken zahlen nicht von allein. Deshalb jetzt Kontoauszüge prüfen und in diesem Beitrag lesen, wie Sie Ihr Geld zurückfordern.

Broschüre Nr. 11

BESSER LEBEN Ratgeberbroschüre

Grundsätzliches

Die meisten Banken haben ihre Preise in den vergangenen Monaten angehoben. Besonders auffällig sind in diesem Zusammenhang die versteckten Kosten bei Basiskonten, wenn hierauf Zahlungen mit der Giro- bzw. der Kreditkarte erfolgen. Dies gilt insbesondere in Zeiten von Corona, da man hier kontaktlos bezahlen kann. Eigentlich ganz praktisch, hätten da nicht die Banken ihre Gebühren für Kartenzahlungen um ein Vielfaches erhöht, ohne dabei ihre Kunden zu informieren.

Fast jedes zweite Kreditinstitut verlangt zwischenzeitlich bis zu teilweise 0,70 Euro an zusätzlichen Gebühren für beleglose Buchungen – und das je Vorgang. Die meisten Preiserhöhungen finden dabei bei der Girocard (früher: EC-Karte), der Kreditkarte sowie bei Daueraufträgen und Überweisungen statt. Der Kunde selbst erfährt davon erst beim Rechnungsabschluss. Dabei sieht selbst die Deutsche Bundesbank keinerlei Hinweise, dass das Bezahlen mit Karte hinsichtlich der Ansteckungsgefahr mit Corona sicherer ist als bei einer Barzahlung.

Kunden sollten sich deshalb bei ihrer Bank über die (erhöhten) Gebühren informieren und für diesen Fall auf Kartenzahlungen verzichten.

Banken dürfen nicht grenzenlos kassieren

Nur die wenigsten Banken oder Sparkassen geben sich mit den monatlichen Gebühren für das Girokonto oder ein Aktiendepot zufrieden. Vielmehr herrscht dort oftmals kreativer „Sach“-Verstand vor, der so manchen Bankkunden zweifeln lässt. Denn immer wieder fällt den Machern unter den Kreditinstituten etwas Neues ein, um ihre Dienstleistungen zusätzlich in Rechnung stellen zu können. Viele Banken vergleichen sich dabei mit Lebensversicherern, bei denen etwa Abschluss- oder Stornokosten rechtens sind. Die Gebühren bei Kreditinstituten müssen hingegen in einem Preisverzeichnis ausgewiesen werden. Sprich: sie müssen kontrollierbar sein.

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