BESSER LEBEN Ratgeberbroschüre

Alzheimer: Neuer Wirkstoff zeigte bereits Erfolg bei Patienten

Gedächtnisverlust rückgängig gemacht

Spätestens seit dem Spielfilm „Honig im Kopf“ ist die Alzheimer-Krankheit zu einem öffentlichen Thema geworden. Alzheimer (benannt ist die Krankheit nach ihrem Entdecker) ist eine bisher unheilbare Störung des Gehirns. Weil Gehirnzellen absterben und nicht erneuert werden, sind die Erkrankten zunehmend vergesslich, verwirrt und orientierungslos. Auch das Urteilsvermögen und die Sprachfähigkeit lassen nach. Im weiteren Verlauf verändern sich auch Persönlichkeit und Verhalten der Betroffenen, viele werden unruhig, aggressiv oder depressiv. Zwar gibt es heute schon Möglichkeiten, die Krankheit und ihre Folgeerscheinungen zu behandeln, aber stoppen lässt sie sich bisher noch nicht.

Jetzt aber scheint sich ein Durchbruch bei der Behandlung von Alzheimer abzuzeichnen. Ein deutscher Wissenschaftler hat möglicherweise einen Wirkstoff gegen die Alzheimer-Krankheit entdeckt, der den Gedächtnisverlust rückgängig machen kann. Tierversuche mit dem neuen Wirkstoff brachten bahnbrechende Ergebnisse – nun läuft eine klinische Studie mit Alzheimer-Patienten.

Alzheimer und Demenz

Im Alltagssprachgebrauch werden die Begriffe „Alzheimer“ und „Demenz“ oft gleichbedeutend verwendet. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz, daneben gibt es aber noch andere. Rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Demenz. (2050 werden ca. 3 Millionen erwartet). Rund 2/3 der Demenzerkrankten Haben Alzheimer. Das Risiko, an einer Demenzerkrankung zu leiden, steigt mit zunehmendem Alter. Von den über 90jährigen sind 41 Prozent betroffen.

Die Ursachen, warum der eine an Alzheimer erkrankt, der andere aber nicht,  sind bisher noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet, dass bestimmte Faktoren das Risiko erhöhen können, an Alzheimer zu erkranken, z. B. Nikotin und Alkohol, starkes Übergewicht, hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Bluthochdruck, häufige Schädel-Hirn-Traumata, Herzinfarkt und Schlaganfall sowie eine ungesunde Ernähung mit viel fettem oder rohem Fleisch.

Auch eine erbliche Veranlagung ist nicht auszuschließen, da eine familiäre Häufung beobachtet werden kann. Vermutlich spielen auch bestimmte Genveränderungen eine Rolle.

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