Recht & Alltagstipps im September

Interessanten Alltagstipps und Infos zur aktuellen Rechtsurteilen haben wir hier für Sie zusammengefasst. In diesem Monat aktuell:

Kein Alkohol mehr auf Bahnhöfen

Die Deutsche Bahn führt an allen rund 5.400 Bahnhöfen in Deutschland ein Alkoholkonsumverbot ein. Die Regelung wird nach und nach umgesetzt und soll spätestens ab dem 15. Oktober 2026 bundesweit gelten. Das bedeutet: Auf dem Bahnhofsgelände darf grundsätzlich kein Alkohol mehr getrunken werden.

Ausnahmen gibt es für die Bahngastronomie und für das Mitführen verschlossener Flaschen im Gepäck.  Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit einem Platzverweis rechnen. Bei wiederholten Verstößen kann die Deutsche Bahn ein Hausverbot aussprechen. Mit der neuen Regel möchte die Bahn vor allem die Sicherheit von Reisenden und Mitarbeitenden verbessern und Gewalt sowie Verschmutzung an Bahnhöfen reduzieren.

Preise Kfz-Versicherungen

Die Finanzaufsicht BaFin nimmt jetzt auch die Preisgestaltung von Kfz-Versicherungen genauer unter die Lupe. Im Mittelpunkt steht das sogenannte „Price Walking“: Dabei können die Beiträge langjähriger Kunden nach und nach steigen, während Neukunden mit günstigeren Tarifen gelockt werden. Die BaFin prüft, ob Versicherer ihre Bestandskunden dadurch unangemessen benachteiligen. Das betrifft vor allem Ältere, die weniger digitalaffin sind. Für Autofahrer lohnt es sich deshalb, die jährliche Beitragsrechnung genau zu prüfen und Preise mit anderen Angeboten zu vergleichen.

Neue Therapie bei Arthrose

Eine neue Behandlungsmöglichkeit bei chronischen Gelenkschmerzen durch Arthrose ist die sogenannte TAPE-Methode (Transarterielle Periartikuläre Embolisation). Dabei werden über einen dünnen Katheter gezielt kleinste, krankhaft neu gebildete Blutgefäße rund um das Gelenk verschlossen, wodurch Entzündungen und Schmerzen zurückgehen können. Infrage kommt die Therapie vor allem für Menschen mit länger anhaltenden Beschwerden, bei denen Physiotherapie, Schmerzmittel oder Spritzen nicht ausreichend helfen und ein Gelenkersatz noch nicht notwendig, nicht möglich oder nicht gewünscht ist.

Die Behandlung kostet zwischen 2.500 bis 5.000 Euro. Bei gesetzlich Versicherten ist die Kostenübernahme derzeit nicht generell garantiert, da TAPE noch nicht regulär zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehört; deshalb sollte vor der Behandlung unbedingt bei Klinik und Krankenkasse nachgefragt werden. Je nach Klinik, Behandlungsform und Versicherung kann dennoch eine Kostenübernahme möglich sein; Privatversicherte sollten ebenfalls vorab eine Zusage ihrer Versicherung einholen.

Gehirntraining wirkt

Schon 5 bis 15 Minuten Gehirntraining am Tag können dazu beitragen, geistig fit zu bleiben – darauf deutet eine neue dreijährige Studie der University of Texas at Dallas hin. Rund 4.000 Menschen zwischen 19 und 94 Jahren nahmen teil und trainierten unter anderem strategisches Denken sowie gehirngesunde Gewohnheiten; wer die Angebote stärker nutzte, erzielte tendenziell die größten Fortschritte. Verbesserungen zeigten sich nicht nur bei jüngeren Teilnehmern, sondern auch bei Menschen in ihren 80ern und 90ern – ein Hinweis darauf, dass das Gehirn bis ins hohe Alter anpassungsfähig bleibt.

Aktiv-Rente gut angenommen

Der Steuervorteil der Aktiv-Rente macht einen Nebenjob für Rentner viel attraktiver. Seit der Einführung der Aktivrente im Januar 2026 haben rund 9.000 Rentner einen neuen Job angenommen, wie Auswertungen des IT-Dienstleisters DATEV zeigen. Einen solchen Anstieg habe es in den letzten Jahren nicht gegeben. Dank der Aktivrente können alle, die bereits die Regelaltersgrenze überschritten haben und einen sozialversicherungspflichtigen Jab annehmen, 2.000 Euro im Monat steuerfrei erhalten. Die DATEV-Auswertungen zeigen außerdem, dass die meisten Rentner, die noch berufstätig sind, eine Teilzeitstelle mit ca. 20 Wochenarbeitsstunden bevorzugen.

 

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