BESSER LEBEN Ratgeberbroschüre

Die üblen Tricks der Versicherungen

Wie Versicherungen sich vor Zahlungen drücken wollen und wie Sie sich dagegen wehren können

Versicherungsschutz – eigentlich Vertrauenssache, aber vielfach missbraucht: Um Zahlungen an ihre Versicherungsnehmer zu vermeiden, gehen manche Versicherungsgesellschaften fast schon kriminelle Wege. In diesem Ratgeber erfahren Sie, mit welchen Methoden sie Zahlungen abschmettern bzw. verringern, welche Policen häufig betroffen sind, wo und wie man sich davor schützen kann sowie hierzu wichtige juristische Entscheidungen.

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Versicherungsgesellschaften oftmals nicht zahlen wollen. Das Entscheidende ist jedoch immer, ob die Nichtleistung des Versicherers gerechtfertigt ist oder nicht. Eine Nichtleistung kann z.B. gerechtfertigt sein, wenn dem Versicherungsnehmer eine Obliegenheitsverletzung vorgeworfen werden kann. Gleiches gilt, wenn ein Schaden nicht durch die Versicherungspolice gedeckt ist oder nicht ausreichend durch den Versicherungsnehmer belegt werden kann. Eine kriminelle Vorgehensweise liegt jedoch immer dann vor, wenn der Versicherer bewusst eine schleppende Regulierung des Versicherungsfalles herbeiführt und den Versicherungsnehmer damit in die Insolvenz treibt.

Die Grundproblematik

Geht es um kleinere Schäden, dann bezahlen die Versicherungsunternehmen meist ohne Probleme. So bspw. bei Haftpflichtschäden in Höhe von 100 bis 250 Euro, denn hier lohnt es sich nicht zu prüfen, ob der gemeldete Schaden bedingungsgemäß zu regulieren ist. Geht es hingegen um größere Summen, wird vielfach über Jahre gestritten, um den Versicherten in finanzielle Nöte zu bringen. Vielfach bleibt dem Versicherten nichts anderes übrig, als am Ende einem ungünstigen Vergleich zuzustimmen.

Betroffen sind hiervon meist Berufsunfähigkeitsversicherungen, bei denen es nicht selten zu Leistungsansprüchen von über 1.500 Euro im Monat kommt. Rechnet man diesen Betrag aufs Jahr, dann sind es 18.000 Euro, rechnet man dazu noch eine Leistungszeit von über 20 Jahren, dann wird natürlich seitens des Versicherers alles versucht, diese Leistung so niedrig wie möglich anzusetzen.

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